Das Programm RISE

RISE – Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung

Im Juli 2009 hat der Senat beschlossen, die bisherigen Einzelprogramme der Stadtteilentwicklung und Stadterneuerung unter einem Dach, dem Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung, zusammen zu fassen. Das Rahmenprogramm löst damit das bisherige Programm “Aktive Stadtteilentwicklung” ab. Ganz allgemein geht es bei der Integrierten Stadtteilentwicklung um eine Steigerung der Lebensqualität in ausgewählten Stadtteilen. Diese ähneln sich oft in ihren Problemen, ob nun wirtschaftlicher, sozialer, städtebaulicher, infrastruktureller oder kultureller Natur. Aber diese Gebiete haben auch besondere Potentiale und Stärken, die es zu heben und zu entwickeln gilt. Das Außen-Image dieser gebiete ist oft viel schlechter, als ihre Bewohner es selbst einschätzen. Es gibt also viel Gründe, hier sowohl den Lebenswert als auch das Image zu fördern und anzuheben, damit diese Stadtteile für alle Menschen wieder zu attraktiven Wohnorten werden.
Ziel ist somit die Verbesserung der Lebensbedingungen durch eine soziale und materielle Stabilisierung in den zurzeit 44 Fördergebieten, in denen rund 400.000 Einwohner leben. Geschehen soll dies insbesondere durch

  • Verbesserung der Lebensbedingungen durch soziale und materielle Stabilisierung des Gebiets, z. B. der Wohnbedingungen und des Wohnumfeldes
  • Verbesserung der Entwicklungsperspektiven für die Menschen in den Bereichen Bildung, Beschäftigung, Wirtschaft und Integration
  • Stärkung der Mitwirkungsmöglichkeiten und der Eigenaktivität der Bürgerinnen und Bürger.
  • Verbesserung des Stadtteilimages als integraler Bestandteil der Gebietsentwicklung

Als thematische Handlungsfelder, denen konkrete Projekte und Maßnahme der Gebietsentwicklung zugeordnet werden, sind im Programm RISE formuliert:

  1. Beschäftigung, Qualifizierung, Ausbildung
  2. Lokale Ökonomie
  3. Bildung
  4. Familienförderung
  5. Wohnen, lokaler Wohnungsmarkt und Wohnungswirtschaft
  6. Wohnumfeld und öffentlicher Raum
  7. Integration von Menschen mit Migrationshintergrund
  8. Kultur im Stadtteil
  9. Gesundheitsförderung
  10. Umwelt und Verkehr
  11. Sicherheit. Kriminal- und Gewaltprävention
  12. Sport und Freizeit

Das Programm „Integrierte Stadtteilentwicklung” wurde in einem gemeinsamen Prozess von fünf Fachbehörden (Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Behörde für Kultur, Sport und Medien, Behörde für Schule und Berufsbildung, Behörde für Soziales, Familie und Verbraucherschutz, Behörde für Wirtschaft und Arbeit), den Bezirksämtern und der Senatskanzlei entwickelt.
Für die integrierte Stadtteilentwicklung stehen im Haushalt im laufenden Jahr rund 26 Millionen Euro. Im kommenden Jahr sollen knapp 29 Millionen Euro zur Verfügung stehen.

Siehe auch Quartiersentwicklung in Papierform